{"id":21121,"date":"2019-12-05T23:00:10","date_gmt":"2019-12-05T23:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/cypripedium.at\/?p=21121"},"modified":"2019-12-16T16:05:23","modified_gmt":"2019-12-16T16:05:23","slug":"der-bau-und-die-pflege-einer-moorbeetanlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cypripedium.at\/?p=21121","title":{"rendered":"Hochmoor Publikation 3"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-text-align-center\"><strong>Der Bau und die Pflege einer Moorbeetanlage<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:10px\" class=\"has-text-align-center\">von Gerhard Raschun jun.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Garten-05-2019-7-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22394\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Garten-05-2019-7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Garten-05-2019-7-600x400.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Garten-05-2019-7-300x200.jpg 300w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Garten-05-2019-7-768x512.jpg 768w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Garten-05-2019-7.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h5><strong>Standort, Lage<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Als Standort f\u00fcr eine Moorbeetanlage kommen sehr sonnige Stellen im Garten in Frage. Der gew\u00e4hlte Ort sollte eben sein. Ein Hang schlie\u00dft einen Moorbau nicht aus, doch eine Vielzahl von weiteren Punkten muss dabei zus\u00e4tzlich beachtet werden. Besonders das Einsickern von N\u00e4hrstoff-f\u00fchrendem Oberfl\u00e4chenwasser gilt es zu vermeiden ( Eutrophierung).<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Anlagengr\u00f6\u00dfe<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Als Minimalgr\u00f6\u00dfe kann ein eingesenkter Betonbottich angesehen werden. Die Maximalgr\u00f6\u00dfe ergibt sich aus der zur Verf\u00fcgung stehenden Gartenfl\u00e4che oder duch begrenzte Ressourcen, wie etwa die Verf\u00fcgbarkeit von Regenwasser zur Speisung w\u00e4hrend Trockenperioden. Es empfiehlt sich jedoch die Anlage so go\u00df wie m\u00f6glich anzulegen. Die Gestaltung in Richtung Naturn\u00e4he vereinfacht sich dadurch, die Anlage kann sehr reich mit unterschiedlichen Arten bepflanzt werden, ohne \u00fcberbestockt auszusehen. Vor allem dankt es das bessere Pflanzenwachstum, ein biologisches Gleichgewicht kann sich schnell einstellen.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Bau<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Der Aushub hat bis in eine Tiefe von mindestens 40cm zu erfolgen, besser sind jedoch 60cm. Nur bei dem Bau einer gew\u00fcnschten Schlenke oder Vertiefung muss auf das Niveau beim Aushub gesondert geachtet werden. Wie steil die W\u00e4nde abfallen spielt keine wesentliche Rolle. Bevor die Teichfolie eingelegt wird, m\u00fcssen spitze Steine entfernt werden, weche die Folie besch\u00e4digen k\u00f6nnten. Um Besch\u00e4digungen der Teichfolie zu verhindern, sollte eine wenige Zentimeter starke Sandschicht aufgebracht werden, darauf wird ein Baustoffvlies ausgebreitet. Bei dieser Grubenvorbereitung ist die Verwendung von 0,5mm starker Teichfolie ausreichend. Die Folie wird vorsichtig nach M\u00f6glichkeit faltenfrei eingelegt bzw. wenige erforderliche Falten gelegt. Vorgefertigte Teichwannen, Bottiche, Wannen, in der H\u00e4lfte zers\u00e4gte \u00d6ltanks etc. k\u00f6nnen ebenfalls verwendet werden, sofern die Sauberkeit und die Dichtheit gew\u00e4hrleistet ist. Bevor die Moorbeetanlage mit Substrat gef\u00fcllt wird, werden versteckte Wasserspeicher eingebaut. Diese minimieren die notwendige Wasserspeisung w\u00e4hrend Trockenperioden und ersparen auch Substrat ! Verwendet werden k\u00f6nnen Plastikk\u00fcbel oder Blument\u00f6pfe, die mit einigen Bohrl\u00f6chern in verschiedenen H\u00f6hen versehen werden. Diese Speichergef\u00e4\u00dfe werden mit der \u00d6ffnung nach unten auf die Teichfolie gesetzt. Um eine Besch\u00e4digung der Teichfolie durch Substrat oder durch Betreten w\u00e4hrend der Vorbereitungen bzw. um die Einschl\u00e4mmung von Subtrat in den Wasserpeicher zu verhindern, wird wieder ein d\u00fcnnes Baustoffvlies \u00fcber Wasserspeicher und Folie gelegt.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Substrat<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Als Substrat f\u00fcr die Gartenanlage wird unged\u00fcngter, nicht aufgekalkter Wei\u00dfmoos-Torf &nbsp;( baltischer Torf ) verwendet. Dieser ist sehr g\u00fcnstig in 250 l Ballen erh\u00e4ltlich. Vorged\u00fcngte bzw. gekalkte Torfkultursubstrate ( TKS ) sind nicht geeignet ! Der geeignete Zersetzungsgrad des Torfes wird mit der H- Nummer mitgeteilt. F\u00fcr die Verwendung in einer Hochmoor-Anlage sollte Torf von der Qualit\u00e4t H2-4 gew\u00e4hlt werden, d.h. Torf mit sehr grober, fasriger Struktur und niedrigem Zersetzungsgrad.<br>Aus \u00f6kologischer Sicht ist die Verwendung von Hochmoor-Torf eine S\u00fcnde, wird er doch durch Abbau von nat\u00fcrlich gewachsener Hochmooren und damit wertvoller \u00d6kosystemen ( CO<sub>2<\/sub>-Speicher ! ) gewonnen. Diese Standorte konnten nur durch das langsame Wachstum \u00fcber viele Jahstausende ihren starken, zum Teil \u00fcber einige Meter hohen&nbsp;Torfk\u00f6rper aufbauen, und stehen in Mitteleuropa unter strengem Schutzstatus. Der Anteil an Torf konnte bei herk\u00f6mmlichen Blumenerden bereits durch Kokos- und Holzfasern, Reisspreitzen&nbsp;oder \u00c4hnlichem ersetzt werden. Bei der Kultur von Moorpflanzen gibt es derzeit kaum Alernativen. Ein sparsamer Umgang mit dem sehr kosteng\u00fcnstigen, aber \u00f6kologisch sehr wertvollen Substrat ist anzustreben !Auch ein Strecken mit Perlit in Gartenqualit\u00e4t ( alteriertes, vulkanisches Glas = Gestein ) oder Quarzsand ist m\u00f6glich.<br>Wird der Torf bereits vor dem Einf\u00fcllen in das vorgesehene Becken gut befeuchtet, verhindert man dadurch ein m\u00f6gliches Aufschwimmen. Zur besseren Benetzung kann auch ein Tropfen Sp\u00fclmittel zugesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Gestaltung<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Durch den Bau mit unterschiedlichen Niveaus ( Schlenken und Bulten ) werden nicht nur optische Linien gestalterisch gebrochen, sondern auch Bereiche geschaffen, in denen Pflanzen mit unterschiedlichem Feuchtigkeitsbedarf kultiviert werden k\u00f6nnen. Auch Wurzeln und Baumst\u00fcmpfe k\u00f6nnen die Anlage f\u00fcr das Auge wesentlich aufwerten. Es sei hier noch erw\u00e4hnt, dass die R\u00e4nder der Teichfolie unter Steinen oder \u00c4hnlichem versteckt werden m\u00fcssen, da UV-Licht \u00fcber l\u00e4ngere Zeit die Folie spr\u00f6de machen w\u00fcrde. Diese Eingrenzung hat so zu erfolgen, dass gleichzeitig eine Barriere gegen Einwachsen von Gras hergestellt oder ein Eutrophierung von h\u00f6heren Lagen verhindert wird. Eine Stelle am Teichfolienrand sollte aber tiefer nivelliert werden: Diese dient als Abfluss, wenn bei l\u00e4ngeren Regenperioden der Wasserstand abgelassen werden muss ! Wenn im Garten kein Platz mehr f\u00fcr den Bau einer Mooranlage zur Verf\u00fcgung steht, besteht auch die alternative M\u00f6glichkeit, den Teichrand ( nur bei einem kalkfreien Teich ! ) als Moor zu bepflanzen. Dazu wird eine Pflanzmulde mit mindestens 20cm Tiefe im Uferbereich des Teiches angelegt. Um ein Abrutschen des Substrates in den Teich zu verhindern, kann eine kleine B\u00f6schung aus Steinen sehr dienlich sein. Der Wasserstand des Teiches muss so gehalten werden, dass durch die Kapillarwirkung das Substrat im Uferbereich Wasser anziehen kann und damit st\u00e4ndig feucht bleibt. Ein flacherer Abfall des Teichufers ( Flachwasserzone ) bietet nicht nur Wasserinsekten einen wertvollen Lebensraum, auch das Abrutschen des Substrates wird erschwert. Auch das Anlegen eines Hochmoores als schwimmende Insel ist m\u00f6glich. Dazu wird auf eine Styropor-Platte , welche im Teich frei schwimmt, eine Anlage angelegt.&nbsp;<br>Liegt der Wunsch vor, dass die Anlage mit Moos unterpflanzt werden soll, kann nach dem Bew\u00e4ssern geschnittenes&nbsp;<em>Sphagnum spp.<\/em>&nbsp;fl\u00e4chendeckend verteilt werden. Eine transparente Plastikfolie als Abdeckng stellt eine gespannte Atmosph\u00e4re her und verk\u00fcrzt damit die Anwachszeit f\u00fcr das Moos. Nach Entfernen der Plastikfolie kann mit der Bepflanzung der Anlage begonnen werden. Bei gr\u00f6seren Anlagen empfiehlt es sich Trittstellen einzubauen, welche f\u00fcr die Pflege und Kontrolle das Erreichen der gesamten Anlage vereinfacht. Unbedingt ist auf den Einbau von Kalk- und Betonsteinen zu verzichten, da ausgewaschene Kalkmilch den pH-Wert des Substrates erh\u00f6ht!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"is-layout-flex wp-block-gallery-1 wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"667\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"22395\" data-link=\"https:\/\/cypripedium.at\/?attachment_id=22395\" class=\"wp-image-22395\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-1.jpg 667w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-1-600x900.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-1-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/a><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-minorr-AF-MK-M31A.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"667\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-minorr-AF-MK-M31A.jpg\" alt=\"\" data-id=\"22396\" data-link=\"https:\/\/cypripedium.at\/?attachment_id=22396\" class=\"wp-image-22396\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-minorr-AF-MK-M31A.jpg 667w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-minorr-AF-MK-M31A-600x900.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-minorr-AF-MK-M31A-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/a><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Henric-2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"667\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Henric-2.jpg\" alt=\"\" data-id=\"22397\" data-link=\"https:\/\/cypripedium.at\/?attachment_id=22397\" class=\"wp-image-22397\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Henric-2.jpg 667w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Henric-2-600x900.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Henric-2-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/a><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-Suzy-Jenner.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"667\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-Suzy-Jenner.jpg\" alt=\"\" data-id=\"22398\" data-full-url=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-Suzy-Jenner.jpg\" data-link=\"https:\/\/cypripedium.at\/?attachment_id=22398\" class=\"wp-image-22398\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-Suzy-Jenner.jpg 667w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-Suzy-Jenner-600x900.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-Suzy-Jenner-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/a><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<h5><strong>Wasserspeisung, Bew\u00e4sserung<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Da es sich, wie bereits mehrfach erw\u00e4hnt, bei einem Hochmoor um einen dauerhaft nassen Standort handelt, sollte der Torfk\u00f6rper st\u00e4ndig zumindest feucht gehalten werden. Auch ein fakultatives \u00dcberfluten, etwa bei l\u00e4ngeren Regenperioden, geh\u00f6rt durchaus zu einem gew\u00f6hnlichem Rythmus, ebenso wie kurze Trockenperioden. Ein in die Mooranlage senkrecht eingebautes, perforiertes Rohr kann helfen den Wasserstand st\u00e4ndig zu beurteilen. \u00dcber dieses kann auch die Speisung erfolgen. Es ist darauf zu achten, dass eine Moorbeetanlage nur mit kalkfreiem ( -armen ) Wasser, z.B. Osmose- oder Regenwasser, gespeist wird. Nur in Extremsituationen, z.B. bei l\u00e4ngeren, sommerlichen Trockenperioden, in denen die Verf\u00fcgung von Regenwasser versiegt, ist ein Bew\u00e4ssern auch mit kalkhaltigem Wasser zul\u00e4ssig. Der Torfk\u00f6rper vermag eine kleine Menge an Kalk zu puffern, zur Gewohnheit werden sollte dies jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Sch\u00e4dlinge<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Wie in anderen Gartenbeeten k\u00f6nnen Schnecken gro\u00dfe Sch\u00e4den anrichten. Auch auf Blattlausbefall, Erdraupen und sonstige Sch\u00e4dlinge ist zu achten. Besondere Vorliebe f\u00fcr dauerhaft fechte Bereiche haben jedoch Maulwurfsgrillen. Der Fang ist einfach, wenn der Gang mit Wasser, welches wenige Tropfen \u00d6l enth\u00e4lt, geflutet wird. In Gebieten mit starkem Amselbestand k\u00f6nnen die Moospolster umgepfl\u00fcgt werden. Die V\u00f6gel suchen nach W\u00fcrmern und anderem Kleingetier, oder sammeln auch Nistmaterial. Verschiedene Arten der Abwehr stehen zur Verf\u00fcgung. Auch ein zeitweiliges \u00dcberspannen mit einem Vogelschutznetz kann Abhilfe bringen, obwohl dies keine \u00e4sthetische L\u00f6sung darstellt.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Instandhaltung, Pflege<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Bei \u00fcberlegtem Bau der Anlage beschr\u00e4nkt sich die Instandhaltung einer Moorbeetanlage auf die zeitweise notwendige Bew\u00e4ssern und die Kontrolle auf Sch\u00e4dlingsbefall bzw. deren Bek\u00e4mpfung. Bedingt durch den Eintrag von Stickstoff ( Immissionen ) k\u00f6nnen Moose ihr H\u00f6henwachtum verst\u00e4rken. Schwachw\u00fcchsige und zarte Pflanzen halten mit dem j\u00e4hrlichen Zuwachs des Mooses nicht mit und m\u00fcssen daher freigehalten werden. Pflanzen mit der Tendenz zu starker Aussaat oder vegetativem Zuwachs, z.B.&nbsp;<em>Eriophorum ssp.<\/em>&nbsp;,&nbsp;<em>Carex spp.<\/em>&nbsp;, m\u00fcssen zwischenzeitig ausged\u00fcnnt werden, gro\u00dfe Saracenien-St\u00f6cke geteilt werden. Werden jeden Herbt Laub und absterbende Pflanzenreste entfernt, braucht eine Gartenanlage viele Jahre keine weiteren Eingriffe, zusehens gewinnt die Anlage dabei auch j\u00e4hrlich an Sch\u00f6nheit und an Stolz seitens des Besitzers!<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Winterschutz<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Je nach Wahl der Bepflanzung kann auf jeglichen Winterschutz der Anlage verzichtet werden. Sehr bew\u00e4hrt hat sich jedoch die Abdeckung mit Baustoffvlies. Nicht nur sch\u00fctzt es vor Austrocknung durch Winde, auch k\u00f6nnen begrenzt winterharte Arten ( z.B.&nbsp;<em>Drosera binata<\/em>&nbsp;aus Australien, einige&nbsp;<em>Sarracenia<\/em>-Arten aus Florida und anderen s\u00fcdlichen Bundesstaaten der USA ) zus\u00e4tzlich dauerhaft kultiviert werden ! Sehr vorteilhaft ist es auch, wenn die Anlage im Winter mit Schnee \u00fcberh\u00e4uft wird. Die dicke Schneeschicht ioliert gut vor tiefen Temperaturen, und im Fr\u00fchjahr speist der schmelzende Schnee bereits die versteckten Wasserspeicher.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Schlusswort<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Gartendesign liegt voll im Trend, die Anlagen sind aber nur arbeitsintensiv aufrecht zu erhalten, sofern nicht sofort die Wahl auf sterile Kiesg\u00e4rten f\u00e4llt. Mit einer Moorbeetanlage zaubert man sich nicht nur ein \u00f6kologisch wertvolles Habitat in den Garten, es kann einem auch nach einem stressvollen Arbeitstag sehr viel zur\u00fcckschenken. Es w\u00e4re ein Erfolg, wenn der eine oder andere Leser dieser Zeilen sich ermutigen lie\u00dfe, mit der Planung und Vorbereitung zu beginnen, und schlie\u00dflich sein eigenes Gartenkleinod zu bauen!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"is-layout-flex wp-block-gallery-3 wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Gabriela-Garten-1024x683.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Gabriela-Garten-1024x683.jpg\" alt=\"\" data-id=\"22399\" data-link=\"https:\/\/cypripedium.at\/?attachment_id=22399\" class=\"wp-image-22399\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Gabriela-Garten-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Gabriela-Garten-600x400.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Gabriela-Garten-300x200.jpg 300w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Gabriela-Garten-768x512.jpg 768w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Cypripedium-Gabriela-Garten.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2-1024x683.jpg\" alt=\"\" data-id=\"22400\" data-full-url=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2.jpg\" data-link=\"https:\/\/cypripedium.at\/?attachment_id=22400\" class=\"wp-image-22400\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2-600x400.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2-300x200.jpg 300w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2-768x512.jpg 768w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-x-moorei-F2.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bau und die Pflege einer Moorbeetanlage von Gerhard Raschun jun. 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