{"id":21107,"date":"2019-12-06T09:49:54","date_gmt":"2019-12-06T09:49:54","guid":{"rendered":"https:\/\/cypripedium.at\/?p=21107"},"modified":"2019-12-16T16:06:37","modified_gmt":"2019-12-16T16:06:37","slug":"das-hochmoor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cypripedium.at\/?p=21107","title":{"rendered":"Hochmoor Publikation 1"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-text-align-center\"><strong>Winterharte Orchideen im Garten- leicht gemacht: Das Hochmoor<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p style=\"font-size:11px\" class=\"has-text-align-center\">von Gerhard Raschun jun.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/B52-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22376\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/B52-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/B52-600x400.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/B52-300x200.jpg 300w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/B52-768x511.jpg 768w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/B52.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Orchideenliebhaber&nbsp;&nbsp;liegt der Wunsch nahe,&nbsp;&nbsp;auch winterharte Orchideen-Arten im eigenen Garten naturnah und Standort-getreu zu kultivieren. Viele scheuen den Aufwand, d.h. die Errichtung und die Pflege einer Anlage, bzw. werden durch Verluste von Pflanzen in ihrem Vorhaben nicht best\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor befasst sich seit rund 20 Jahren mit der Zucht und Kultur von Erdorchideen. M\u00fcsste man sich f\u00fcr nur eine M\u00f6glichkeit der Gartenkultur entscheiden, die Wahl fiel zweifelsfrei auf das Hochmoor : Beginnend im Mai mit dem Austrieb und der Bl\u00fcte, begeistert es hindurch bis in den Herbst hinein. Selbst die im Frost stehenden Pflanzen besitzen noch ihren Reiz. F\u00fcr den Betrachter z\u00e4hlen nicht nur die \u00e4sthetischen Argumente, stellt ein Hochmoor doch auch einen sehr wertvollen Lebensraum dar. Neben Amphibien, die offene Wasserstellen und Schutzm\u00f6glichkeit vorfinden, zieht es zahlreiche n\u00fctzliche Insekten an. Spinnen, Grabwespen und Libellen lauern auf fette Beute, Insekten die zur Wasseraufnahme oder zum Bl\u00fctenbesuch das Moor aufsuchen.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Beschreibung<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Unter einem Moor versteht man einen best\u00e4ndig nassen Lebensraum. Durch den st\u00e4ndigen Wasser\u00fcberschuss aus Niederschl\u00e4gen oder Mineralbodenwasser entsteht im Boden ein Sauerstoffmangel, welcher den Abbau von pflanzlichen Resten nur unvollst\u00e4ndig zul\u00e4sst: Es bildet sich Torf und ein Moorboden. Wird durch einen wasserstauenden Boden ein Moor nur von Regenwasser gespeist ( ombotroph ) , spricht man von einem Hochmoor. Typisch f\u00fcr diesen Moortyp ist der geringe Gehalt an Stickstoff und sonstigen N\u00e4hrstoffen (oligotroph), der hohe Anteil an Kohlenstoff ( Torf ) , und der niedrige pH-Wert zwischen 3 und 4,8.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein typisches Hochmoor zeichnet sich durch einen geschlossenen Torfmoosrasen (&nbsp;<em>Oxycocco<\/em>&nbsp;<em>Sphagnetea<\/em>) aus.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Artenvielfalt\/ Konkurrenzdruck<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Viele der Erdorchideen besiedeln Standorte, die nicht ein Optimum ihre Anspr\u00fcche darstellt. Vielmehr sind es Pionier- oder Extremstandorte mit nicht g\u00fcnstigen Vorraussetzungen f\u00fcr das Wachstum anderer Pflanzen. Die extreme N\u00e4hrstoffarmut, der niedrige pH-Wert und die permanente Wassers\u00e4ttigung lassen in einem Hochmoor nur das Wachstum von Spezialisten zu, dies sind neben einigen Orchideen-Arten verschiedene Torfmoose,&nbsp;<em>Ericaceen<\/em>, Insektivoren und Seggen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22380\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-2-600x400.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-Blueten-2.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h5><strong>Allgemein zur Pflege<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Gegen\u00fcber anderen Standorttypen ben\u00f6tigt ein Hochmoor kaum Pflege und sehr wenig Aufwand zur Erhaltung. Bei \u00fcberlegter Bauweise mit einem gro\u00dfen Wasserreservoir wird der notwendige Arbeitsaufwand auf nur wenige Wassergaben w\u00e4hrend Niederschlags-freien Hitzeperioden und dem Beseitigen von Pflanzenresten im Herbst beschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Schlu\u00dfwort<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Das Hochmoor ist nicht nur f\u00fcr einige sehr angepasste Orchideen-Arten ein Lebensraum, erst in Gemeinschaft mit den entsprechenden Begleitstauden entsteht ein einzigartiges \u00d6kosystem. Nach der Erst-Bepflanzung l\u00e4sst sich noch kaum erahnen, wie sich das Biotop weiterentwickelt. Erst einmal eingewachsen bezaubert es jedes Fr\u00fchjahr mit einer zunehmenden Orchideenbl\u00fctenflor. Ein wenig Geduld muss man schon mitbringen, bis sich eine geschlossene Torf-Moosdecke (&nbsp;<em>Sphagnum spp<\/em>.)gebildet hat, die Wollgr\u00e4ser (<em>Eriophorum ssp., Trichophorum<\/em>&nbsp;<em>alpinum<\/em>) ihre Wollsch\u00f6pfe pr\u00e4sentieren, und starke Horste der Schlauchpflanzen bis zu 15 oder gar 20 Bl\u00fcten zeigen. Hat sich ein biologisches Gleichgewicht eingestellt, zeigen sich auch erste S\u00e4mlinge verschiedener Sonnentau (&nbsp;<em>Drosera spp<\/em>.) -Arten, von Schlauchpflanzen (<em>Sarracenien spp<\/em>.)&nbsp;&nbsp;und auch von Orchideen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus vielen Gr\u00fcnden ist mir das Hochmoor in der Gartenanlage sehr ans Herz gewachsen. Es wurde zu einem Ort der Entspannung. Bereits auf eine Vielzahl von Pflanzenfreunde sprang der Moor-Virus ebenfalls \u00fcber- und keiner nahm es mir je \u00fcbel !<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"667\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-flava-atropurpurea-MK-F195-x-Burlesque.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22381\" srcset=\"https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-flava-atropurpurea-MK-F195-x-Burlesque.jpg 667w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-flava-atropurpurea-MK-F195-x-Burlesque-600x900.jpg 600w, https:\/\/cypripedium.at\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sarracenia-flava-atropurpurea-MK-F195-x-Burlesque-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 667px) 100vw, 667px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h5><strong>Fortsetzung:<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Teil 2&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Pflanzen f\u00fcr das Hochmoor<\/p>\n\n\n\n<p>Teil 3&nbsp;&nbsp;&nbsp;Anlegen und Pflege des Hochmoors<\/p>\n\n\n\n<h5><strong>Literatur<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Maier, E. ( 2006) : Das Moor im eigenen Garten. Natur und Tier-Verlag&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Raschun, G. jun. :&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.cypripedium.at\/product47.html\">www.cypripedium.at\/product47.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Winterharte Orchideen im Garten- leicht gemacht: Das Hochmoor von Gerhard Raschun jun. F\u00fcr Orchideenliebhaber&nbsp;&nbsp;liegt der Wunsch nahe,&nbsp;&nbsp;auch winterharte Orchideen-Arten im eigenen Garten naturnah und Standort-getreu zu kultivieren. Viele scheuen den Aufwand, d.h. die Errichtung und die Pflege einer Anlage, bzw. werden durch Verluste von Pflanzen in ihrem Vorhaben nicht best\u00e4rkt. 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